Naturgarten Dickert
 

Verbesserungswürdig

Hier gibt es einige Dinge die im Sinne der Natur und Umwelt zu verbessern wären. Die Liste wird ständig erweitert.

Die meisten der hier aufgeführten Beispiele habe ich in der näheren Umgebung beobachtet, aber sicherlich gibt es sie auch so, oder so ähnlich, im ganzen Land. Viele Fehler geschehen durch Unwissenheit oder Gleichgültigkeit. Manche geschehen aber auch aus purem Egoismus zur Ordnungsliebe, oder Eigennutz, mit der wir leider unsere Natur, Stück für Stück zerstören!

Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, die hier genannten Fehler in Zukunft zu vermeiden. Die Natur wird es uns Danken!

 

Glashäuschen an den Bushaltestellen sind oft totbringende Fallen für Vögel und Insekten die das Glas nicht erkennen. Da hilft es auch nicht, ein paar Aufkleber mit Greifvogelmotiven aufzukleben! Es gibt weitaus bessere und auch schönere Alternativen die man einsetzen könnte, wo weniger Arbeit und weniger Folgekosten anfallen würden. Aber wenn es unbedingt Glas sein soll - so kann man dieses ja auch mit UV Farbe als Gitterlinie oder Fläche beschichten! Vögel erkennen die Farbe als Hindernis und würden nicht mehr dagegen fliegen.

 


Unterstellhäuschen wie sie an vielen Bushaltestellen vorkommen.

In manchen Gemeinden stehen Glashäuschen die mit Gitterlinien, oder Punkten teilweise lackiert oder beklebt sind. Dies ist zwar auch keine optimale Lösung, aber wenigstens deutlich besser wie eine reine Vollverglasung.




Sommerflieder und andere nektarreiche Pflanzen die Insekten und Schmetterlinge geradezu magisch anziehen, werden unüberlegt inmitten von Kreuzungen auf Verkehrsinseln gepflanzt. was da passiert kann man sich ja denken :-(

Verkehrsinsel mit Sommerflieder

 


Hier wird kaum ein Insekt oder Schmetterling die angepflanzten Blumen senkrecht von oben anfliegen und auch wieder verlassen. Und auch Vögel, die wiederum von den Insekten angelockt werden, können hier leicht durch eine Kollision mit einem Fahrzeug ums Leben kommen.

Es gibt auch andere Stauden, die wunderbar aussehen und nicht so anziehend auf Insekten wirken!

Überdüngung und übertriebene Ordnungsliebe in der Landwirtschaft schafft eine monotone Rasenfläche, wo für Insekten kein Platz mehr ist. Riesige Wiesenflächen werden drei bis fünfmal jährlich gemäht und, wie auf dem Bild links zu sehen, oft mehrmals im Jahr mit Gülle überdüngt. Hier gibt es keinen Artenreichtum mehr an Pflanzen, geschweige denn an Tieren. Ich konnte im Sommer 2016 und auch 2017 auf dieser Wiese keine einzige Grille mehr finden. Und so wie hier, sehen mittlerweile sehr viele Flächen aus, was mich sehr traurig stimmt :-(  

Hier ist eine deutliche Überdüngung mit Gülle zu sehen, dem selbst das Gras an einigen Stellen nicht mehr standhalten kann. 

Bei dem angrenzenden Feldweg wird der seitliche Randstreifen gleichzeitig gemäht oder gemulcht. Wo sollen hier noch Insekten Nahrung und Lebensraum finden?!


Lichtverschmutzung durch Solarleuchten kann man mittlerweile in vielen Gärten sehen. Was wohl für viele Menschen als schön empfunden wird, entpuppt sich für Insekten als tödliche Falle. Sie werden von dem LED Licht magisch angezogen und sterben entweder vor Erschöpfung oder werden so zur leichten Beute für Fressfeinde. Es gibt schon genügend Straßenlaternen denen sie zum Opfer fallen! Daher sollte man auf derartige Spielereien im Garten zum Wohle der Insekten verzichten! 

Solche Solarlämpchen kann man mittlerweile in sehr vielen Gärten sehen.

Auch solche leuchtenden Kugeln sollen wohl besonders schön sein.







Bäume mit Hohlräumen sollten, wenn sie die Sicherheit nicht gefährden, nach Möglichkeit stehenbleiben da sie immer ein willkommenes Versteck oder ein Brutplatz für Vögel, Fledermäuse oder andere Tiere darstellen. Ich konnte in einem Nachbargarten über mehrere Jahre beobachten wie ein Starenpaar immer in dem gleichen hohlen Baum seine Jungen aufgezogen hatte. Es gibt mittlerweile viel zu wenige dieser natürlichen Bruthöhlen bei uns.

Dieser Baum war ein wertvolles Kleinbiotop 

Ganz oft sind es alte Obstbäume die im inneren Hohl sind, wie auf dem linken Bild zu sehen ist. Früher hatte jeder Bauernhof seine eigene Obstversorgung durch mehrere Pflaumen- , Kirschen- und Apfelbäume aber in der heutigen Zeit ist es wohl bequemer geworden sich das Obst im Supermarkt zu kaufen, was meistens aus anderen Ländern importiert  und chemisch behandelt wurde. Somit werden bei uns immer weniger Hochstämme gepflanzt. Wenn wir schon solche Bäume fällen müssen, dann sollten wir sie wenigstens ersetzen!